OVB-Bericht von einer Gletschertour August 2015.

 

Trotz aller Vorsicht und Sicherheitseinweisungen in Gletscherspalte gestürzt. Zum Glück nur leichte Abschürfungen. Ein Dank an alle, die an der schnellen erfolgreichen Bergung beteiligt waren.

Vergelts Gott.

Norwegentour 2014

Der Skiclub Aising/Pang veranstaltete zum 50. Jubiläum eine ganz besondere Tourenwoche. Inspiriert durch viele Vorträge über Skitouren in Norwegen, fassen Tourenführer des Skiclub Aising-Pang den Entschluss, zum Jubiläumsjahr eine Jubiläums-Tourenwoche in das Winterprogramm aufzunehmen. Schnell war dieses Highlight von sechs Teilnehmern mit zwei Tourenführern ausgebucht.

In der ersten Osterwoche ging es von München mit einem Direktflug nach Oslo und von dort weiter mit zwei Mietwagen nach Orsta (Westnorwegen) in die Sunnmore-Alpen. Für die Unterkunft wurde eine Blockhütte direkt am Fjord gebucht, von der aus alle Ausflüge und Tagesskitouren unternommen wurden.

Norwegen ist ein Land zum „Entschleunigen“. Die Geschwindigkeit auf den Straßen liegt bei 80 bis 90km/h. Ampeln sind selten, in den Ortschaften nur Kreisverkehre. Man gleitet durch die Landschaft. Die Norweger sind wahnsinnig freundlich und aufgeschlossen; alle sprechen perfekt englisch.

Dieses Jahr war, wie im gesamten Alpenbereich, sehr wenig Schnee, so dass leider nicht ganz bis zu den Fjorden mit Ski abgefahren werden konnte. Gottseidank hat es aber zwei Wochen vor unserer Abfahrt richtig viel geschneit und auch an dem Wochenende unserer Ankunft gab es nochmal gut Neuschnee. Der Schnee war bedingt durch die Meeresluft einfach genial anders: körniger Pulver und fester Sumpfschnee!

Die Sunnmore-Alpen sind eine riesige Spielwiese im Winter und auch im Sommer ist hier einiges los, übers Biken, Klettern, Wandern oder sogar Tauchen. Ein heimischer Bergführer, Stig Helset, den wir auf der Skitour zur Kolasinden (1.432 m) trafen, hat uns einige sehr wertvolle Tipps gegeben. Zum Abschied hat er uns sein Tourenbuch „The Sunnmore Alps“ geschenkt.

Tolle Gipfel waren der Eidskyrkja (1.482 m), der uns etwas an das Ellmauer Tour im Kaiser erinnerte, nur dass er ein Gletscher auf dem lang gestreckten Gipfelplateau ist. Der Skarasalen (1.512 m) ist in der Region sicher einer der bekanntesten Berge. Wir fuhren vom Gipfel direkt Richtung Fjord, durften dann die 800 Höhenmeter wieder aufsteigen, um noch einen bzw. zwei Gipfel hinzuzufügen. Bei Traumwetter und Pulverschnee kann man nicht genug bekommen. Beim Anblick des Slogen (1.524 m) mit seinem felsigen Aufbau kann man nicht glauben, dass dieser mit Ski zu besteigen ist: jedoch von der Rückseite ist der Gipfelanstieg zu Fuß machbar. Unvergessen auch die Tour Richtung Grothernet (914 m), der uns wegen des stürmischen Windes leider verwehrt blieb. Ein leichter Skiberg war der Fingeren (1.180 m), der im gleichen Tal steht wie der Kolasinden.

Kulinarisch konnten wir uns in dieser Woche auch nicht beklagen. Einkaufen ist in Norwegen kein Problem, denn es gibt große Supermärke mit Öffnungszeiten zwischen 7.00 Uhr und 22.00 Uhr. Die ganzen Teilnehmer packten täglich fleißig mit an und so gab`s jeden Nachmittag einen frischen Kuchen mit Kaffee und abends herrliche nordische Küche mit viel Fisch. Kann leicht sein, dass der Ein oder die Andere ein Kilo zugenommen hat.

Skitouren gibt es unzählige; leider war für uns der Urlaub zu schnell zu Ende. Wir wollen auf alle Fälle wiederkommen. 

Anfängertouren an Heilig 3-König

Den Tourenführern hat es wieder mal sehr viel Spaß gemacht mit euch unterwegs zu sein. Danke für euere Tapferheit bei dem schlechten Wetter.

Vielen Dank an Karin für den sehr schönen Bericht,

Andi, Udo, Michi

nachstehend die Erlebnisse einer Teilnehmerin

Aufstieg zum Schwarzerkogel

"Mein schönstes Ferienerlebniss:"

Die ganze Bandbreite an Gefühlen, Eindrücken und Erlebnissen geboten war bei der Dreikönigstour für Anfänger vom SCAP mit Udo, Andi und Michi.
Vom absoluten Gipfelglück im Winter-Märchenland bis hin zum Piepstest und Verschüttetensuche bei Regenwetter hatten die drei alles im Repertoire. Das alles in Kombination mit guter Laune und unverwüstlichem Optimismus machte aus den drei Tagen im Windau- und im Spertental einen Top-Start ins Skitourengeher-Leben.
Mit großer Skepsis hinsichtlich Schneelage, eigener Kondition und Tiefschneetechnikgeschick startete ich mit dem SCAP am 4. Januar nach Westendorf zum Tiefschneekurs.
Eingeteilt in Michis Gruppe stellte ich fest, dass ein Skilehrer vom SCAP auch bei Null Zentimeter Neuschnee ganz einfach schwierige Tiefschnee-Pistenverhältnisse simulieren kann, indem er Dich Deine Skischuhe auf Walk stellen und Dich so ein bisschen abseits der Piste die richtige Haltung und kurze Schwünge trainieren lässt.
Kurz: Auf einmal wird es ganz schön einfach, vorne UND in den Knien zu bleiben. Ich habe sehr viel gelernt an diesem Tag! Mir persönlich hat Michi auch noch ein paar gute Bilder für den Kopf mitgegeben, damit ich ein paar Fehlhaltungen korrigieren kann. Danke!
Ein paar Stunden später trafen wir auf Andi und seine Truppe und ab diesem Zeitpunkt war kein Fleckchen Schnee mehr vor uns sicher. Bestens gelaunt jagte uns Andi die Lawinenverbauung runter - kahle, abgefahrene Stellen oder größere Flächen Almrausch ließen ihn dabei völlig kalt.
Wir stellten fest: "Und ist der Berg auch noch so (schneearm und) steil - a bisserl was geht allerweil (Zitat Karolina!) Von Andi, und notgedrungen dann auch uns, wurde das definitiv an dem Tag perfektioniert.
Abends nahmen wir unsere Zimmer in dem schönen Steinberghaus in Beschlag, bekamen ein top Abendessen - die Vegetarier wurden besonders gut behandelt! - und ließen uns von Udo ein bisschen in die Welt der Tourenplanung einführen.
Auf den Lodron sollte es am nächsten Tag gehen - knapp 1000 Hm! In der Nacht konnte ich vor Aufregung kaum schlafen: Würde ich das packen?
Der Sonntag startete mit einem superguten Frühstück. Dabei merkten wir kaum, dass es draußen zu REGNEN begonnen hatte. Na ja, einen echten Tourengeher kann das wohl kaum schrecken. Deshalb nichts wie die Felle auf die Ski geklebt, Rucksack geschultert und dann erstmal mit den Skiern auf der Schulter die eisige Forststraße in Angriff genommen. Irgendwann MUASS ja a bisserl a Schnee hergeh!! Trotz dem greislichen Wetter waren alle in der Truppe gut gelaunt und guter Dinge. Die gute Stimmung erwies sich als der beste Wetterschutz. Zwar haben wir es an dem Tag nicht auf den Lodron geschafft, und es war ein bisschen Ski rauf, Ski runter, aber eigentlich machte das nichts. Bis auf zirka 1400 hm haben wir es ja doch geschafft. Zwar waren wir dann alle ziemlich gut durchnässt, wir mussten mitten am Hang abfellen, umziehen und erstmal ohne Brotzeit ein Stück abfahren, aber hey: an der frischen Luft mit netten Leuten unterwegs ist doch schon die halbe Miete. Fast gemeutert hätte die Gruppe erst, als die drei SCAP-Hirtenhunde bei Hälfte der Strecke für ihre Herde dann doch noch eine Verschüttetensuche organisierten. Aber mit warmen Wuschi-Wuschi-Daunenjacke (diese Bezeichnung stammt von meinen Kindern) für die meisten aus der Gruppe und dem Thermo-Rock (interessantes Ausstattungs-Accessoire) für Andrea ließ sich auch die Pieps-Suche überleben. Und eins ist ja wohl klar: können und wissen müssen wir das alles. Könnte im Fall des Falles lebensrettend sein.
Ich persönlich kam durchnässt, aber trotz dem bescheidenen Wetter ziemlich glücklich am Steinberghaus wieder an: schließlich hatte ich den ersten Tourentag überlebt!! Ich war einen Hang mit echtem Haxnbrecherschnee runtergefahren ohne groß zu stürzen - und das sind doch schon zwei gute Gründe, um richtig mit sich und der Welt zufrieden zu sein, oder?
Am Abend erklärten uns unsere drei SCAP-Hirtenhunde, dass wir sehr brav gewesen seien, dass das kein Anfängerniveau mehr war und dass wir am nächsten Tag wegen Schneemangels das Windautal verlassen würden, um von Aschau im Spertental aus den Schwarzen Kogel in Angriff zu nehmen.
Dieser Plan war ein sehr guter Plan von Andi, Udo und Michi: der nächste Tag sollte uns für alles erlittene Ungemach vollends entschädigen. Wir starteten bei Sonnenschein und einigen Zentimetern Neuschnee ins glitzernde Winterwunderland der Skitouren, gingen zunächst die Piste hoch und wechselten dann in das Gelände. Die letzten 100 Hm waren vielleicht dann doch ein bisschen anstrengend, aber wie Michi uns erklärte, heißt der letzte Anstieg zum Gipfel schließlich nicht umsonst "das Schwein". Michi ruinierte sich seine Steighilfen, aber das war auch wirklich alles, was an dem Tag nicht so gut lief: Alle (bis auf Vroni, die nach dem Vorgipfel auf uns wartete) standen völlig glücklich ganz oben auf dem Schwarzerkogel und genossen die grandiose Aussicht. Das i-Tüpfelchen zum Glück waren dann noch einige unverspurte Tiefschneehänge - und da durfte ich feststellen: There ARE friends on powder days!! Ich durfte als Erste in einen dieser unverspurten Tiefschneehänge reinfahren und erlebte zum ersten Mal dieses tolle Glücksgefühl, von dem immer alle Freerider schwärmen. Das will ich unbedingt noch öfter erleben!
Zusammengefasst lässt sich sagen: Für mich waren das drei wunderschöne Tage, ich bin überall rauf - und vor allem wieder runtergekommen und es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht! Ich habe eine Reihe wirklich netter Leute kennengelernt, mit denen man "a Packerl Gaudi" aufmachen kann und die absolut einen Begriff von Bergkameradschaft haben.
Ein dickes Dankeschön geht vor allem aber an die kompetenten Skitourenführer Udo, Andi und Michi: ihr seid ein tolles Team, strahlt Ruhe, Geduld und Gelassenheit aus, verbreitet beste Laune und geht auf alle Anliegen ein. Schöner als bei euch kann man das Skitourengehen gar nicht lernen! Ihr bekommt von mir das Hirtenhundediplom Note 1mit Superstern!
Vielen Dank an euch drei, ich hoffe, dass wir wieder mal eine Tour zusammen machen!